Ich bin 35 und hänge seit Sommer 2016 an der Nadel...

...natürlich an der Häkelnadel.

 

Aber von vorn...

 

Hallo ich bin Tina geboren im wunderschönen Mecklenburg Vorpommern und heute wohnhaft im nicht minder schönen Hamburg.


Die kleine Tagträumerin

Irgendwie war ich schon immer kreativ unterwegs. Schon als Kind saß ich stundenlang an meinem kleinen Schreibtisch und habe Geschichten geschrieben, gemalt oder in den Tag geträumt. Hausarrest war also nie eine Option für meine Eltern, schlimmer war der Entzug meiner Stifte.

Gezeichnet habe ich also eigentlich mein ganzes Leben schon, nicht besonders gut aber immer mit Leidenschaft. Später kam noch das Fotografieren hinzu. Ich liebe Farben, Formen, Strukturen, Architektur und alles was mir sonst so vor die Linse kommt.

Wie kam ich zum Nähen?

Angefangen hat eigentlich alles an einem Tag im Jahre 2011 als mein Freund und ich mal wieder unsere Kleiderschränke "ausgemistet“ haben. Der Berg mit den Shirts wurde immer größer und größer. Eigentlich war der Plan alles zum Altkleidercontainer zu bringen. In Anbetracht der Tatsache, dass ich „leider“ schlecht Sachen weggeben kann und will, sind sie Sachen erstmal bei uns liegen geblieben. Bis zu dem Tag als mich der Näh- und Bastelwahn gepackt hat.

Ich startete also mein Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt nähte ich alles noch per Hand, vielleicht ist das eine gute Ausrede warum alles so, sagen wir mal individuell aussah. 2013 kaufte ich mir dann meine erste eigene Nähmaschine und war nicht mehr zu stoppen.

Jetzt häkelt sie auch noch?

Ehrlich gesagt hatte ich schon länger drüber nachgedacht Häkeln zu lernen, nur nie den richtigen Antrieb gehabt auch wirklich loszulegen.

Im Sommerurlaub 2016 habe ich mich unsterblich in eine gehäkelte Schildkröte verliebt, welche ich in der Kirche von Parchim einer netten älteren Dame abgekauft hatte. Das war der Zeitpunkt X. Seitdem hänge ich an der Nadel. Diese kleine Schildkröte ließ mich nicht mehr los, ich beschloss auch häkeln zu lernen. Und nun ist das draus geworden was ihr hier "bewundern" könnt.


Die Mission

Hinter dem Häkeln steckt für mich eigentlich viel mehr als nur Masche an Masche zu reihen und zu schauen was an Ende dabei rumkommt.

 

Es ist die Ruhe und die Möglichkeit abzuschalten.

Es ist die Freude der Menschen die ihr Häkeltier von mir in den Händen halten.

Es ist die Verbundenheit zu etwas traditionellem das nicht verloren gehen sollte.

Es ist das erstaunte Gesicht wenn ich es jemandem erzähle, dass ich häkel und ich die fragenden Blicke sehe "Aber du bist doch noch keine 80! Das ist doch was für Omas."

 

Meiner Meinung nach sollten viel mehr Leute da draußen mal ihre Nasen aus den Handys und der virtuellen Welt herausnehmen und weniger Snapchatten, Facebooken, Instadingsen und stattdessen mal was handfestes machen. Wie zum Beispiel Häkeln, Nähen, Fotografieren, Zeichnen, Scrapbooken und was man sonst alles so kreativen anpacken kann!

 

In diesem Sinne.

Ich hab was auf der Nadel und muss das noch fertig machen....

 

Eure Tina